Cool bleiben!

Die Ausschreitungen am Rande der „Welcome To Hell“ Demonstration in Hamburg wurden mit der angeblich vorausgehenden Provokation der Polizei begründet. Wobei sich in der autonomen Szene manch einer bereits von der Anwesenheit von Polizist*innen provoziert fühlt. Aus christlicher Sicht kann ich nur sagen: Cool bleiben! In der Geschichte der Christenheit gibt es zahlreiche Begegnungen, in denen nicht nur provoziert, sondern mit der ganzen Härte der Staatsgewalt gegen die Gläubigen vorgegangen wurde. Die massive Gewalt wurde aber nicht mit Gegengewalt beantwortet, sondern friedlich.

Bereits Jesus wurde als Unschuldiger gefoltert und ließ sich lieber kreuzigen, als selbst Gewalt anzuwenden. Ihm folgten zahlreiche Märtyrer, die ebenfalls gekreuzigt wurden, oder auch von Tieren zerrissen oder lebendig verbrannt.

Besser vergleichbar mit Hamburg sind vielleicht die Ereignisse bei der „Marienerscheinung in Marpingen“ 1876/77. Den friedlichen Pilgerströmen wurde der Zugang zum Wallfahrtsort verweigert und die Gläubigen teilweise verhaftet oder verletzt. Von kirchlicher Seite wurde nur passiver Widerstand gestattet, woran die Gläubigen sich hielten. Das führte zu einer Beruhigung der Lage.

Die Ungerechtigkeit des NS-Regimes wurde lediglich mit Kritik beantwortet, konnte aber die Internierung in einem KZ zur Folge haben.

Ob die Polizist*innen die Demonstranten provoziert haben oder die Vorbereitung einer Straftat unterbinden wollten, lass ich mal offen. Wer sich aber wirklich für den Frieden einsetzen will, hat in Deutschland heutzutage sehr viele Möglichkeiten und gute Bedingungen, um das friedlich zu machen. Und wenn wir den friedfertigen Christen nachfolgen, heißt es vielleicht: „Welcome To Heaven“!

Kategorien:Allgemein

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